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"now that i am" - a cd, a patchwork!

     

 

concerning:
+ now that i am + reclaim your terrain + this beat is antinational + hello feminist! + enlight your brain + release yourself

 

mit:
+ texten von homo elektrik, resom und einem interview mit den drug scouts. + zwei hörstücken von das lot und das quer [sound: cormute] + und 15 tracks der beteiligten

künstler_innen:
cfm, kassem mosse, sugar crash, lolo deparis, heimwehhotel, boys r us, tempomat, schwester klemm, sequenzsiaz feat. dolores synthetic, acid.milch&honig, voices, demian, benet,

10.000 mal für diesen einen moment.


aus dem CD booklet:


now that i am

der moment

ein lächeln. der bass. schreien und ausrasten! – der moment ist jetzt!
diese nacht verspricht uns die sterne vom himmel, und morgen wird alles vorbei sein.
wir sind alle hier für diesen einen augenblick, verlieren und finden uns im dunkel des nebels, im aufblitzen der farbigen spots, in der helligkeit des neuen morgens. sagen unbekannten mit einem blick, einem lächeln "hallo!" und proben den süßen umsturz dieser situation: jetzt zusammen hier zu sein, wo wir uns doch sonst gegeneinander abgrenzen. sprengen die uns antrainierten perspektiven. und wissen, dass wir morgen wieder aufwachen in einem alltag voller kontrolle und disziplin, in dem wir uns nicht mehr erkennen.
was bleibt von dieser erkenntnis, wenn sich glück jedes wochenende aufs neue synthetisch konsumieren lässt? was treibt uns jedes wochenende in die weiten der schwerelosigkeit, in den uferlosen fluss der beats? was, wen suchen wir im kollektiven erleben, in entgrenzung und erschöpfung? – dich, mich, uns?
zwischen den schwitzenden körpern, in der verdrehten gymnastik unserer synapsen und darin, wie wir uns beim tanzen anschauen, liegt die antwort. und die ist zugleich ein uneinlösbares versprechen: die sehnsucht nach dem loslassen unseres vermeintlich anderen lebens. und trotzdem wollen wir hinter die fassaden sehen und begreifen, was uns in unseren schienen hält.
so instabil und flüchtig dieser augenblick erscheint, können wir uns jetzt auch entscheiden, alles ganz anders zu machen und das in unseren alltag mitzunehmen, was wir großartiges zwischen zwei takten, zwei augenaufschlägen sehen.
hier sind wir nicht die blöden schafe im gatter von konsum und spassgesellschaft, für die wir uns sonst immer halten. hier sind wir selbst unsere zukunft, sind rhythmus, subversion und veränderung. verschaffen uns einen spielraum und setzen den beat gegen das, was uns unterdrückt und gängelt, gegen überwachung und ausverkauf unseres lebens, gegen die verwertung unserer fantasie, gegen gleichschaltung und ausgrenzung.
unmöglich, hiervon ganz frei zu sein –und doch das reale versprechen von freiheit für den bruchteil einer sekunde. jede und jeder einzelne suchen wir in der unendlichkeit diesen einen moment: now that i am.





reclaim your terrain!

das raumwunder

platz da für einen traum! raus aus den kellern, die nische ist uns zu klein!
so wichtig sie für uns war [und ist]. wir brauchen mehr als ein labor oder kuscheliges nest, einen turm aus elfenbein oder eine kleine raumstation für unsere grundlagenforschungen. in den schrumpfenden städten und verwaisenden landschaften wachsen unsere ideen erst zart und unscheinbar, dann farbig und kräftig. und dann der einfall: räume schaffen, in denen entfaltung, verwandlung, aufbruch und ausbruch zu verwirklichen sind.
ein kleiner, großer schritt: diese straßenkreuzung, dieser platz, dieses "stadtteilzentrum" gehören auch uns: anlage raus, mal sehn, wie lang das hier geht. und wenn hier schluss ist, machen wir woanders weiter.
diese temporäre und öffentliche aneignung ist wichtig, aber ohne feste räume geht es auf dauer nicht, weil für unsere idee von party und kultur in der nächsten mcDiskothek und auch im wohnzimmerclub um die ecke kein platz gemacht wird. weil letztlich nicht wir bestimmen, wer gebucht wird, wie die werbung läuft und wie der ganze laden organisiert ist. – ok. sind wir eben ab jetzt unser eigener club!
setzen wir uns mit hierarchien auseinander und verwalten unseren laden selbst! dieser space wäre einfach nur der uns zugestandene abfall einer in wohlstand versinkenden gesellschaft, wenn wir emanzipative, auch radikale ansprüche fallen ließen. unser streben geht dabei weit über "räume frei von diskriminierung" hinaus. in diesem sinne: räume statt nischen!





this beat is antinational!

die offene grenze

das ist das gute am rave: auf dem quadratmeter, auf dem wir tanzen, ist kein platz für sexismus, nationalismus, rassismus! da, wo wir feiern, feiern wir den groove, dem egal ist, wo du herkommst, wie du aussiehst oder wie du dich bewegst.
pop ist nicht auf eine nation begrenzt: wir wollen keinen german techno, keine deutschquote, kein rassigen beat von rechts. wir sind nicht jung, dynamisch und deutsch. wir sind keine macker und tragen keine uniformen.
was wir denen, die so sein wollen, entgegensetzen: wir lassen offene und durchlässige räume erstehen: für versuche, die zeigen, wie ein moment aussehen kann, für den es sich zu leben lohnt – denn dieser moment liegt in der zukunft und nicht in der vergangenheit. hier und heute tanzen oft genug mir direkt gegenüber leute, die ich vielleicht überhaupt nicht cool finde. und doch fordern wir toleranz nicht nur für uns selbst, sondern auch für die, die allzu schnell in unsere feindbilder passen.
klar: wer pöbelt, übergriffig wird oder menschenverachtende, z.b. minderheitenfeindliche ansichten oder nazisymbole offen zur schau stellt, fliegt raus. denn unsere szenen sind auch ein schutzraum für experimente für ein besseres morgen. heute, hier und jetzt geht das nicht, ohne ansagen zu machen! aber welche, ohne einzugrenzen, abzugrenzen: wir müssen ja nicht alle aus einem glas trinken!





hallo feminist!

fe/male freshness

poser spinnen das stroh ihrer credibility zu gold. immerfort und immernoch. das nervt nicht nur die mädchen, sondern auch andere jungs. die haben keinen bock auf background-tänzerinnen in sexy stellungen und wollen weibliche djs nicht oben ohne sehen. und überhaupt ist die diskussion doch längst durch, was gibts da noch zu diskutieren: alles können frauen genauso gut. hören kann man das hier und da, wenn irgendwo ein smasher läuft, der von einer frau produziert wurde oder wenn eine erfolg hat und ihr das nicht auf ihr frau sein reduziert wird.
und trotzdem sind frauen längst nicht genauso oft an den decks, auf der bühne und schon gar nicht an der technik. sexistische verhaltensweisen sind auch in linken und vermeintlich alternativen szenen nachwievor alltag. und die vision von der auflösung beengender geschlechterrollen sowieso in ganz weiter ferne.
dj-workshops für mädchen am girls day, von und für frauen organisierte parties, female networking – alles richtig und wichtig, aber wenn wir alle weiterhin die eroberung unendlicher weiten als alleinigen auftrag der jungs begreifen, wird sich gar nichts ändern. dabei ist der weltenraum unermesslich groß und in der pop-rakete platz für alle in der ersten reihe. yes means yes!
also: wer genau hinschaut, findet auch frauen mit eigenen ideen, neue räume zu erschließen. und der findet auch: frauen, die in bands spielen, bookings machen, auflegen und sogar solche, die selbst produzieren, performen.
das zu kapieren, dafür braucht es keine selbsterfahrungsgruppen für männer, keine rollenspiele. jungs, rückt doch mal ein wenig zusammen und lasst alle mitspielen. und dann singen wir zusammen den refrain: "was ihr einer meiner schwestern getan habt, das habt ihr mir getan." oder anders ausgedrückt: pop ist einfach nicht männlich!





enlight your brain!

das rausch-gift

das bedürfnis nach rausch gehört zu unserem leben, auch wenn wir diese herausforderung anders angehen als die generation unserer eltern, die es sich bei ihrem feierabendbier gemütlich macht [und ihren drogenkonsum trotzdem nicht im griff hat].
die aufgabe, mit drogen, rausch und risiko umgehen zu lernen, haben wir angenommen, auch wenn uns dabei einige hindernisse immer wieder in den weg gelegt werden: das tabu, über drogen überhaupt zu sprechen. das verbot und die ausgrenzung vieler bewusstseinsverändernder substanzen. die staatliche repression und die daraus resultierenden unhaltbaren, unhygienischen, paranoiden situationen bei konsum und rauschwirkung. die unwissenheit über die beschaffenheit der substanz, weil drug checking [drogen auf konzentration und beimengungen testen lassen zu können] drogenpolitisch unerwünscht ist und damit die unmöglichkeit sinnvoller dosierung.
derzeit ist eine geregelte freigabe aller substanzen und damit eine normalisierung des umgangs mit rausch in weiter ferne. unsere rechte und unsere selbstbestimmung werden missachtet und die gefährdung unserer gesundheit in kauf genommen. das wichtigste aber: austausch, diskussion, dialog über die bedeutung von rauschkultur sind damit bis auf weiteres verhindert, entwicklung wird so unmöglich.
solange das so ist, bleibt uns nur, möglichst viel über bewusstseinsverändernde substanzen, ihre wirkung, ihre risiken und deren vermeidung zu wissen. wir erweitern unser vermögen zu empfinden, zu hinterfragen, uns bewusst zu werden, zu genießen und uns selbst als mündige user in der welt zu sehen: konsum als mittel, möglichkeiten von veränderungen aufzuzeigen.
dafür und für einen vernünftigen, eigenveranwortlichen und risikobewussten umgang mit rausch ist die derzeitige repressive und menschenverachtende drogenpolitik gift – rausch-gift sozusagen. und d a s gehört abgeschafft.





gender sucks!

der, die, das pink silver

egal, wen, wieviele, wie wir lieben, egal wie wir uns bezeichnen. wir, unsere körper, unser sex sind zwar nicht alle gleich [wie oft großzügig, aber dumm behauptet], aber wir passen locker alle in die eine, große schublade, ohne immer wieder neue aufmachen zu müssen!
fragen wir laut nach sinn und unsinn von heteronorm, romantischer zweierbeziehung, homoehe – denn wir wollen mehr!
und fangen schon mal an: schaffen uns unseren space, ohne blöde, übergriffige anmachen, ohne das sexualisierte markttreiben des amüsierbetriebes, ohne die identitären angebote der minderheitenszenen, die selbst in den größeren städten hass und ablehnung gegen andersliebende und -denkende zulassen.
was wir anders machen? wir schaffen eine lücke, in der das andere möglich wird. eine leerstelle, die jede/r selbst besetzen kann, um auszuprobieren, wie sich das anfühlt, ohne die starre dualität der geschlechterrollen: und das mit spass und style und outfit. aber eben auch mit der frage nach dem: wem nützt, dass sich ausgrenzung, festsitzende fremdbestimmung immer neu vervielfältigen. wie und für wen arbeitet die ökonomie unserer körper, unseres begehrens?
wir streben mit dem verständnis für unseren drang zu lust und genuss und dem empfinden für unsere inneren triebkräfte nach wirklicher sexueller autonomie: über die wahl unserer geschlechter entscheiden wir zunehmend selbst! der gefahr der vereinzelung einzelner begegnen wir mit der solidarität für einander. ätzenden sexistischen oder homophoben tendenzen setzen wir unseren mut zum dazwischen entgegen, zeigen nicht einfach nur den stinkefinger, sondern geben denen, die lust aufs experiment haben, die gelegenheit, sich auszuprobieren. und das nicht nur uns, nicht nur elitären, geschlossenen zirkeln, sondern allen, die [mal] bock drauf haben.
das ist der playground: bildet perlenketten! take over stöckelschuhe und schnurbärte!

[und wenn du denkst, dass da, wo du lebst, die provinz am dunkelsten ist: da wo du bist ist vorne und wenn du hinten bist, ist hinten vorne. wenn es noch jemanden gibt, die/der das genauso sieht, dann ist das ein anfang, denn dann seid ihr schon mal zwei, die das so sehn!]

alle texte von now that i am




was meint bezugsgruppe?

es ist das wort der proteste gegen die G8 im sommer 2007, als tausende menschen durch die felder um heiligendamm liefen und jede für sich in bezugsgruppen agierten, die koordiniert unkoordiniert das ziel hatten, ein zeichen zu setzen für eine welt ohne ausbeutung, diskriminierung und ausgrenzung.

wieso hing dieses schild auf einer party?
die idee war, diesen begriff in die partyszene rüberzuholen. es bringt den alltagsbezug zum feiern/durchdrehen/spaß haben auf eine real greifbare ebene: das geht eben nur mit den richtigen leuten. – mit leuten, denen du nicht vertraust, wirst du weder einen guten trip hinlegen, noch die welt verändern. so einfach ist das.
natürlich muss auch die frage erlaubt sein, wo und wie bezugsgruppen ausgrenzen. was, wenn meine bezugsgruppe tolle prinzipien, aber eine scheiß praxis hat?
(partypic: element von widerlagerer + dia_shit, mikrodisko in halle, 09/2007.)





homoeletrik text

wegen sexualität oder geschlecht diskriminiert, verfolgt, gar geschlagen zu werden, ist auch in der partyszene immer noch ein problem. csd, rainbow pride und internetchat können nicht die einzige antwort sein. homo elektrik, ein freies partyformat aus leipzig stellt die frage nach sex, geschlecht und politik einmal anders: wie reißen wir die schranken in unseren köpfen ein und maximieren dabei unseren spaß auf dem tanzfloor? das konzept: ein musikalisches profil minimal-elektronischer tanzmusik mit mal plakativen, mal subversiven themen im partykontext zu verbinden. man kann auch auf einer party die verhältnisse in frage stellen – wie das funktioniert?:


1 x rakete, bitte.

homo elektrik ist homo elektrik ist mehr als ein partykonzept ist mehr als ein freundeskreis mit hedonismusattitüde ist mehr als wissenschaftlich tendierte spass-forschung ist mehr als wissen und toleranz ist mehr als soweit wie noch nie ist immer anders. die homebase ist leipzig, hier findet sie mehrmals jährlich statt, aber das netz ist nach allen seiten hin ausgelegt. egal ob in leipzig, bremen oder rostock, in polen oder spanien, rastlos wandert sie von ort zu ort, von club zu wiese zu lagerhalle, hinterlässt sporen, infiziert räume und lässt sich selbst immer wieder anstecken. ausgerüstet mit soundsystem, licht, deko, strom und mobiler bar ist sie auf alles vorbereitet, verwächst mit dem raum, durchdringt das fundament der identitäten, lockert festgetretenes ohne selbst zu erstarren. auf hierarchien aller art reagiert homo elektrik allergisch: ein gast ist eine dj ist ein einlasser ist eine beleuchterin ist ein barmann ist eine layouterin ist ein booker. offen für verbindungen verspinnt sich homo elektrik über den partykontext hinaus mit ähnlich getakteten projekten und netzwerken.


homo elektrik ist ein nicht-kommerzielles projekt, das die wurzeln wuchernder eintritts- und getränkepreise kappt. selbstausbeutung wird mit endorphin plus solidaritätszuschlag vergütet. die liebe zu elektronischer tanzmusik a la lipsi tech, zu hedonistischem gewimmel, zu politisch-künstlerischer arbeit bildet die klammer für alle, die mit behutsamer hingabe füreinander die bassboxen aufstellen. auf einer party entsteht ein raum der vielfalt, in dem starre und normierende kategorien durchlässig werden; ein ort, an dem die körper der tanzenden nicht mehr geschlechtlich oder sexuell definiert sind, sondern ein ort, an dem platz ist für ein pulsierendes, lachendes, infektiöses dazwischen. identitäten drehen sich im boom-boom-boom der boxen, erfinden sich neu, werden hinterfragt – auf dem spiel stehen sie sowieso. angetrieben durch queerfeministische wachstumshormone und freiheitsliebende helferzellen sagt homo elektrik JA zu selbstverantwortlichem handeln und NEIN zu entfesseltem individualismus und zwang zur vereinzelung, JA zu sex unter brücken und NEIN zu sexistischer anmache, JA zum zappeln bis zum get-no und NEIN zu fahrlässigen egotrips.


der 4/4tel-takt ist das podest, wenn wir fordern: "NO-go-dancers, go go go! wir zertanzen die normalität!" der beat gibt euch halt, die bezugsgruppe ist da, der blick wird weit, willkommen im jetzt.
homo elektrik






now that i am an artist


das lot und das quer: schaffen hier mit 2 neuen hörstücken räume anderer ordnung. katja a. pohl und andrea kilches nomadisieren zwischen wort, abstraktion und sound. 1000 tak an den klangbooster cormute und die sprecherInnen markus, sven, bettina, nancy, carsten, jochen, johanna! der frei flottierende verbund um 'das lot und das quer' hatte schon mit "radical/in/fusion" 2005 den kosmos der freien radikale durchquert und mit dem radioballett "what the fuck is leckerkörper?" 2006 einen volltreffer gelandet. der auftrag: die grenzen zwischen individualität und masse ausloten – und dafür übernehmen sie die volle verantwortung. achtung! dieses produkt kann spuren von utopie enthalten!


sugar crash: mehr kann eigentlich nicht schiefgehen! beeinflusst von manowar und technotronic hauen uns franzi [vocals + gitarre], luise [bass] und kalli [drums] meist "zynisch-resignative texte" in ihrer "hektisch-aggressiven spielweise" [lexikon punkrock] derart sympathisch um die ohren, dass auf dieser cd gleich ein ganzes sugar-crash-medley erscheinen musste. "nach spätestens einer minute wird es eh langweilig, außerdem ist trash schrägstrich punk ja auch anstrengend." – dann spielt ihr eben alles noch einmal. wir brauchen den krawall!


tempomat, alias florian brinsa, ist 24, kommt aus leipzig und produziert seit vier jahren solo ein stück nach dem anderen. er hat dabei schon 1000 sachen ausprobiert, sich an seinen vorbildern orientiert, ist um einen live-auftritt als tempomat bis jetzt aber immer herumgekommen. das wird nicht mehr lange so weitergehen können, florian!
in deutscher sprache zu texten und zu singen, kommt für ihn spätestens seit der deutschpop-diskussion nicht mehr in frage. englisch steht seinem songwriting vor der kulisse aus e-piano, klavier und synthesizern aber auch bestens!


schwester klemm: hat auf dem floor schon mal "jawoll!" gerufen, gibt es aber nicht zu. musikalisch viele jahre in schwarzen kellern sozialisiert, scheut sie heute dank großflächiger sonnenbrillen und modisch kolorierter schals das tageslicht nicht. als dj arbeitet sie sich durch die verpeilung so mancher sonntäglicher after hour. die menschen rufen dann "qiu! qiu", was wohl so etwas wie verzückung ausdrücken soll, aber schwester klemm bleibt kuhl und spielt den heißesten scheiß. so, als gäbe es kein morgen.


heimwehhotel: zelebriert elektroakustisch queeren elektrolovepop, der jeder/m die angst vor fernreisen und heftig einsetzendem heimweh nehmen sollte. nach einem ersten, sehr glücklichen auftritt 2002 beim ladyfest in leipzig [damals noch mit n. von brockdorff] ist heimwehhotel heute ein ein-frauen-betrieb. hier sind die lassie singers wegen ihrer lebensnähe, doc schoko wegen seiner traurigkeit und der konsequenten verwendung eines 4-spur-rekorders, ESG wegen ihrer trockenen diskosounds und einschlägigen texte und viele, viele andere gern gesehene gäste. natürlich wird in dieser einrichtung englisch gesprochen!


acid.milch&honig: stellt sich vor, er steht am kochtopf. abends. den ganzen vormittag war er beim unbezahlten praktikum oder hat an einer befahrenen straße den autos beim hamsterüberfahren zugeschaut. vielleicht war er auch auf dem stinkenden spielplatz oder in der disko, auf jeden fall war was los, das muss raus, verarbeitet werden. um freundInnen zu sagen; "seht ihr, es geht nicht nur euch so!" und so landet dann alles in seinem kochtopf, nur dass der kein ganz normaler kochtopf ist, sondern ein digitaler tanz-sampler mit vier audioausgängen. das ist acid.milch&honig.


kassem mosse: bekannt für seine trockenen livesets ohne laptop und pc. ganz dem groovenden analogon "maschine" verbunden und sich dem zeitgeist nicht verpflichtet fühlend. "zu langsam für techno, zu trocken für house" [francis hunger] hat sein unerhört ungehobelter sound das musikalische profil von homo elektrik entscheidend mitgeprägt. heute beim label mikrodisko verantwortlich für die erweiterung der dancy-definitionen.


benet: hat für seine ersten plattenspieler den garten der nachbarn umgegraben und sich d.i.y.-technosporen in radebeul und dresden verdient. seit mitte der neunziger mit deepen voodoo-detroit-platten unterwegs auf eigenen free parties, im base1, groove-club, einem kurzen intermezzo auf der love parade, später als resident in der distillery, war die zeit nun reif für seine erste veröffentlichung mit rummelbande auf dieser compilation.

cfm: seit 1998 als dj mit ihrem cd-koffer unterwegs verbindet sie zwischen downtempo, drum&bass und pop unterschiedlichste stilrichtungen elektronischer musik. war mitgründerin von propellas, repertoire-mag.net und elektronischem sonntag im leipziger wohnzimmer-club ilses erika – beides spielwiesen für den umgang mit bleeps und klongs. heute nun sorgt sie mit der vertonung des tanztheaters "zeitsprünge" [ballett der oper leipzig] oder einer dekonstruierten internationale, die aus fetzen verschiedener nationalhymnen besteht, für aufregung.


rhône: hat seit mindestens 5 jahren eine feste [allerdings offene] beziehung mit einem computer. ansonsten tanzt er auf vielen bällen: als band-sänger, fotograf, graffiti artist, model und neuerdings auch als produzent einer eigenen platte [pelicans over pokai bay]. neben breakcore kreierte er aber auch fonts und logos, flyer und layouts für clubs oder projekte wie dem conne island, i can't relax in deutschland oder der gieszer16. rhône beschäftigt sich mit form und gestaltung nun zunehmend mit professioneller intention, hatte aber trotzdem noch zeit, diese cd grafisch einzukleiden.


cormute: kommt eigentlich aus einem der technobunker aus dem südlichen umland leipzigs. heute vergräbt er sich in seinem hochleistungstrakt für frequenz-salat-herstellung und bastelt seinen track. die zutaten: 3 schwelgende flächen, eine handvoll gut abgestandene bässe [in vier viertel schneiden], 100g leicht trancige hihats, eine prise monotonie und ein schuss mp3-punch, alles ein wenig zusammenkochen und gut durchs ohr ziehen lassen: fertig ist der leckere cormute-brei. egal, ob auf dem mittelaltermarkt, auf parties oder hier bei den hörstücken auf der cd: dieser brei schmeckt uns allen.


boys'r'us: produziert nach einer biografisch notwendigen experimentierphase nun die tracks, die in seinen sets noch fehlten. war als kind ddr-meister im morsen und experimentiert heute als mister 100.000 volt mit cuts und loops und frischen radiowellen. als resident dj von homo elektrik fängt er die morgenfrischen raver. boys'r'us' deeper mikrotechno erscheint jetzt auf der neuen platte vom leipziger label mikrodisko. hit me from behind!

voices: hat sich schon immer zwischen landschaften aus melodien und beats bewegt. beim dresdner dj-team scepa ["music is more than sound!"] legt sie seit jahren auf und hat sich nun für das produzieren eigener stücke entschieden, um die möglichkeiten persönlichen ausdrucks entscheidend zu erweitern. zwischen reduziertem techno, langsamen melodien und dem sparsamen einsatz von vocals findet sie einen weg, den wir mit ihr gemeinsam gehen können: listen to a feminine touch in the electronic world of music!


dia_shit: zuständig für always freshen look. seit langem grafisch unterwegs, arbeitet er mit polylux, schablonen und flüssiggummi, usurpiert vorgefundene raumsituationen und übernimmt nebenbei auch noch sozial-kuratorische tätigkeiten. hat diese cd mit kompiliert und sich dafür sogar überwunden, myspace zu benutzen.


lolo de paris: zuständig für das oldschoolige disko-brauchtum mit touchy stromrauschen, analogen schiebereglern und jack!-rufen. taucht er im club zum spiel auf, dann muss platz gemacht werden. hinter und vor dem pult. stimmeinlagen erinnern an die guten alten 80er und auch sonst: grob feingetunetes aus der wahnwelt der italodisko, im alten warehouse der digitalen nachmoderne abgemischt.


demian sagt: "zuviel zukunft macht blöd." und ist damit bei "now that i am" genau richtig! mit diesem motto steht demian mit seinem audiophilen gurkensalat mitten in den trümmern des techno undergrounds von damals.
als dj und produzent vertont demian stummfilme, drug-scouts-videos und tracks-beiträge und präsentiert heute live-sets, die im allerbesten sinne definieren, was technohouse ist: analog thinking! denkedenke rec


sequenzsiaz feat. dolores synthetic: love music, hate fascism! die beiden künstlerinnen sind teil der sektion young enthusiastic attractive hedonists karl-marx-stadt [yeah!]. beide künstlerinnen gingen – analog wie digital beeinflusst von singer-songwriter bis digital hardcore – bisher getrennte wege, für "bracket" haben sie sich nun erstmals zusammengetan: eine leere garage war schnell zur hand und wenn man sie heute dazu befragt, rufen sie: "ja, wir haben alles selbst gemacht!"

den allerbesten dank an die artists und alle, alle beteiligten: das ist eure cd!






anschnallen! und abfahrt!


mit dabei und zuständig für risikoarme rauscherfahrungen: die drug scouts. im netz und in der partyszene vor ort klären sie über den konsum legaler und illegalisierter substanzen auf. dieser würde wesentlich weniger probleme mit sich bringen, wenn sich die drogenpolitik grundlegend ändern würde. was user über den kompetenten umgang mit rausch und drogen auf parties erfahren können, erklärt uns katrin:

wieso sind eure drogen besser als meine?

+ in wirklichkeit sind sie's vielleicht gar nicht?! eine droge als besser zu bezeichnen, nur weil jemand diese substanz bevorzugt, halten wir für quatsch. jedoch kann sie, je nachdem, welche wirkungen man sich nun gerade wünscht, in einer bestimmten situation 'besser' sein als eine andere. 'besser' kann sich aber auch auf die substanzqualität beziehen. und da kann es insbesondere bei illegalisierten drogen schon unterschiede geben. soll heißen, wenn ich drogen bei einer vertrauenswürdigen quelle kaufe, mich vor dem konsum über die substanz informiere – z.b. im netz, beim dealer oder bei anderen konsumierenden – und wenn möglich drug ckecking nutze und dadurch sicherer sein kann, dass "auch drin ist, was drin sein soll", kann ich getrost behaupten: "meine droge ist besser als deine!"

ihr formuliert, dass menschen die möglichkeit haben müssen, sich über wirkstoffe zu informieren, damit sie selbstbestimmt konsumieren können. stoßt ihr hier an grenzen?

+ die liegen vor allem in der fülle an informationen. gerade im internet tummeln sich viele gerüchte und falsche oder sehr einseitige informationen. sich über erwünschte und unerwünschte wirkungen und safer-use-regeln zu informieren, ist wichtig, aber nicht ausreichend. selbstbestimmter konsum ist nur möglich, wenn menschen genau wissen, was sie konsumieren. user müssen also die möglichkeit haben, substanzen auf inhaltsstoffe überprüfen zu lassen. nur dann können sie wirklich selbst entscheiden, ob, und wenn ja, wieviel sie konsumieren möchten.

eure arbeit basiert vor allem auf infoständen auf parties. wie sieht so ein stand der scouts aus?

+ mit dabei sind immer: ein infostand mit substanzflyern [infos zu wirkungen, safer use, mischkonsum] und allgemeine infos zu polizeikontrolle, safer sniefen und safer-use-materialien wie kondome, ohrstöpsel und ziehröhrchen. außerdem bekommt man an unseren infoständen kostenlos frisches wasser und obst und natürlich kompetente und freundliche beratung sowie hilfe im [drogen]notfall. wir fügen uns in die parties ein, d.h. wir suchen uns einen möglichst ruhigen bereich, bringen kissen und deko mit. wir rennen keinem menschen hinterher, noch wollen wir jemanden unsere infos aufdrängen. ein flyerständer steht separat, um allen die möglichkeit zu geben, sich infos ohne redezwang mitnehmen zu können. manchmal gibt es dann auch schnittchen und chai [gewürztee] und wir bringen djs mit. auf großen festivals gibt es extra-zelte zum ausruhen und außerdem mit psychedelischer ambulanz.

wie wird eure arbeit auf parties angenommen?

+ die reaktionen auf unser angebot schwanken zwischen freudiger überraschung und skepsis. sobald klar wird, dass wir nicht auf der party sind, um drogenkonsum zu verteufeln und die "armen jugendlichen " davon abzuhalten, tauen die meisten auf. manche nehmen sich nur flyer oder safer-use-materialien mit, andere suchen das gespräch. dabei geht es um substanzwissen, um safer-use-praktiken und unser projekt. auch heiße diskussionen über unseren ansatz bleiben nicht aus. ab und zu helfen wir auch mit zuspruch, talking down. wir haben ein offenes ohr für den "laberflash". die meisten partygäste geben uns ein positives feedback und sind dankbar, dass sich jemand um sie und ihre anliegen ehrlich bemüht, ohne spaßverzicht zu verlangen.

ein idealer ort an dem konsumiert als auch informiert werden kann, wie sieht der aus?

+ der kann sicher sehr verschieden aussehen, je nach dem, was konsumiert wird und wie die einzelne person ihren rausch ausleben möchte. einige voraussetzungen sollten aber auf jeden fall erfüllt sein: keine angst vor strafverfolgung; eine umgebung, in der ich mich wohlfühle [angenehme menschen, musik, deko, keine blöden anmachen]; informationsangebote, die ich nutzen kann, aber nicht muss; kompetente ansprechpersonen, die fragen beantworten, substanzen auf ihre inhaltsstoffe testen und helfen, wenn etwas schief geht; safer-use-utensilien, die ich nutzen kann; die möglichkeit, bedürfnisse wie essen, trinken, tanzen, ein sauberes klo, ruhe, frische luft, heizung usw. zu befriedigen.

sind solche freiräume heute möglich?

ja, meist werden sie aber nur zum teil und nur für kurze zeit erkämpft. noch wichtiger ist jedoch die veränderung bestehender gesellschaftlicher verhältnisse. ideal ist eine gesellschaft, in der menschen selbstbestimmt entscheiden können, was sie tun oder sein möchten, jedoch homophobie, rassismus, sexismus und antisemitismus keinen platz haben. bis dahin ist es ein weiter weg. 






ich bin dj. ich bin frau. oder:
ich bin frau. ich bin dj.

vor einigen jahren schrieb ich für ein kleines, heute nicht mehr existierendes leipziger szene-mag einen artikel über die arbeit des leipziger frauenmusiknetzwerkes propellas. es wurde ein artikel mit viel frustauswurf und überspitzten beispielen über das verhalten von männern gegenüber musikaktiven frauen innerhalb der clubszene. und es ist einer von vielen texten über das für frauen oft leidige thema: warum gibt es so wenige female djs in den clubs?
das szenario damals: was passiert, wenn ich als frau an die plattenspieler trete? werde ich ausgelacht? werde ich mit bierflaschen beworfen? oder bekomme ich: "ausziehen!" zugerufen? oder wird auf meine fähigkeiten extra auge und ohr geworfen, weil ich eben eine frau bin und das auch nicht verstecke, aber auch nicht hervorhebe?
keine flasche flog. kaum etwas von meinen befürchtungen ist eingetreten.
die rufe richtung pult lauteten eher: "dj, gib alles!" oder ganz einfach: "vorwärts!" männliche kollegen kamen genauso auf mich zu wie die ladies, wenn oft auch wesentlich schüchterner. "ich habe noch nie mit einer frau aufgelegt. wow! du machst das toll." oder: "ich finde frauen können viel besser auflegen." - geschlechtsbezogene vorurteile? auf jeden fall, aber immer noch angenehmere, als andere djs zu hören bekommen: "das sind doch die platten deines freundes, oder?", "darf ich dir die plattentasche zum taxi tragen, die ist doch viel zu schwer für dich!" oder: "die legt ja nur auf, weil sie gut aussieht. die hat doch exotenbonus." solche urteile kommen ausdrücklich auch von frauen! es sind stereotype ansichten, z. b. in form von positiven (selbst)diskriminierungen und die sind eben bequem, sitzen hartnäckig in unseren hinterstübchen und sind gerne überall schnell zu hand.
es ist zeit für einen "normalzustand", in dem frauen gleichberechtigt und selbstverständlich neben ihren kollegen im club arbeiten, egal ob als dj,  produzentin oder technikerin. frauen wollen nicht nur an der garderobe, an der klotür oder hinterm tresen in erscheinung treten. und deshalb: die damals aufgestellte forderung nach mehr förderung von frauen in der musik(szene) bleibt bestehen. es ist die aufgabe aller, hier für chancengleichheit zu sorgen, die nicht immer wieder aufs neue verhandelt werden muss.
dass wir in unseren urbanen, "aufgeklärten" szenekreisen, in unseren elfenbeintürmchen emanzipatorische errungenschaften genießen können, heißt nicht, dass wir uns darauf ausruhen können. uns muss vor augen bleiben, dass davon nicht alle profitieren. in den großraumdiskotheken und mainstream-clubs sieht es nämlich ganz anders aus: wenn frauen überhaupt auf der bühne stehen, dann oft allein wegen ihrer "körperlichen reize" oder im krassesten falle gleich ganz oben ohne. einer von vielen aspekten, an dem deutlich wird, dass da noch ganz viel arbeit wartet!
wichtig ist aber: es gibt frauen, die pionierarbeit geleistet haben. forderungen nach gleicher entlohnung oder "don't touch me!"-ansagen gehören an diesem punkt zusammen. davon profitieren viele dj-ladies. ein knotenpunkt für female artists ist die auf dem internet basierende globale plattform female:pressure, die musikerinnen auf ihrem weg unterstützt.
wer wissen will, welche frau in der eigenen region was, wo und wann auflegt, der kann auf  www.femalepressure.net entsprechende suchkriterien eingeben und bekommt meist das überraschende ergebnis: hey tatsächlich, hier gibt's ja sogar mehr als eine dj. mensch die hat ja sogar mal ne platte gemacht.
alle frauen, die bei female:pressure eingetragen sind, finden sich automatisch in einer gemeinsamen mailingliste wieder. die plattform versteht sich als community und austausch findet rege statt, wenn auch v.a. zum anpreisen eigener veranstaltungen oder neuer releases oder dj-sets. das stärkt nicht nur den gebeugten dj-rücken, auch freundschaften entstehen über female:pressure.
die unterschiedlichkeit der frauen bei female:pressure wird deutlich, wenn z.b. die korrekte bezeichnung einer dj diskutiert wird. was sag ich denn zu dir und in welcher sprache? und wie will ich selbst genannt werden? dj? dja? djane? djette? she-dj? female dj?
braucht es überhaupt eine besondere bezeichnung? wird nicht gerade damit der oben angesprochene "exotenbonus" aufrecht erhalten? warum soll sich meine dj-rolle immer wieder als besonderheit anfühlen? was zählt, ist die liebe zur musik. und die ist geschlechtsunabhängig.
es dreht sich dann aber doch nicht alles um musik: viele meiner kolleginnen werden anders behandelt als die männlichen kollegen. mann nimmt sich unter einander ernster, mann klüngelt unter sich, mann wird anders entlohnt. frauen bleibt oft nichts anderes übrig, als sich über ihre gemeinsamkeit, frau zu sein, zusammenzuschließen. damit bleibt die geschlechterdifferenz erhalten. verantwortlich ist dafür nicht nur, dass wir so geprägt wurden, sondern auch die der fehlende wille zur veränderung.
auch deshalb ist diese cd wichtig, weil sie das alles aufs tablett bringt. und weil sie ein augenmerk auf die präsentation regionaler acts legt. tatsächlich ist es gelungen, von frauen produzierte stücke aus mehreren städten der region aufzutreiben und dabei das geschlechterverhältnis aller beteiligten möglichst ausgeglichen zu gestalten. das geht sicher nicht immer, aber ein anfang ist geschafft. auch wenn die anzahl der beteiligten frauen im ausgeglichenen verhältnis ist, sind trotzdem überwiegend stücke von männern auf dieser cd.
doch mehr ist möglich!
das ziel der diskussion muss die aufhebung von geschlechtlicher dualität sein, und die gibts nur mit einer abschaffung überkommener rollenvorstellungen: frauen sind nicht männer und männer nicht frauen, sondern menschen mit individuellen fähigkeiten. my gender is music. what is yours?

resom: kommt aus dem female:pressure-mikrokosmos, hat sich bei den leipziger propellas und dem club-affinen partyformat caramba!records engagiert. ihre basis ist homoelektrik. von hier aus bastelt die leipziger dj gerne an elektro-angehauchtem techno mit dunkleren beats und spukigen flächen, spielt auch minimal vertracktes, das trotz housy pop-allüren nicht in den charts zu finden ist - und aus einer geisterbahn eine achterbahn macht. für dieses booklet schrieb sie obigen text.






jetzt da ich bin, will ich auch sein.

parteien greifen die macht an, um macht zu erringen. sie sind moloche, die identitäten schlucken und eigene – nämlich vermachtete – realitäten schaffen. klar. alles ein brei? – nein! ein von unbeugsamen idealist_innen bevölkertes dorf hört nicht auf, den weg des charmanten widerstandes zu beschreiten, der sich auch ohne brachiale kollektivsoße seinen weg zu bahnen sucht. ein stück gemeinsamer weg für die, die ihn zusammen beschreiten und gestalten wollen.

politik ist nicht auf parteien beschränkt. die alte idee der befreiung der geknechteten kann nicht die unsere sein. denn dort wo formelle gleichheit das ende der emanziaptionsidee ist, ist auch das ende der emanzipation. 
lasst uns plattformen sein, um dem zu entfliehen, das uns klein hält und zum sinnlosen und entwürdigenden leistungslernen und arbeiten zwingt. den ekelhaften bürokratien und hochtechnologien, die ein entblößtes nichts aus dir zu machen suchen, zu entfliehen und aus dem moment gestärkt lächelnd zurückzukehren. wir wollen dich-sie-ihn bestärken, ja! zu sagen: zu einem leben, wie du es dir wünschst – zum sprengen der fesseln und gleichsam zu achtung vor anderen. nein zu sagen, zu dem nervigen surrounding, dass klare laufbahnen, unterordnung unter lebensmodelle, umgangsformen, geschlechternormen vorsieht.
dieses programm ist weder patent- noch esoterisches konzept. doch: dort wo die linien sich verwirren, und weder bewaffneten kampf noch anpassung predigen, stehen nicht nur wir.
diese cd ist ausdruck dieses verständnisses von politik und kultur. ein cd-projekt mit und von künstler_innen und gruppen, für die "kultur" mehr als ein abgestecktes feld mit reibungslos funktionierenden mechanismen ist. mechanismen, in die es sich einzuordnen gilt und in denen es keine abbiegespur gibt. 
kultur ist ein weites feld aller möglichen dinge. kultur umfasst zumindest nicht allein das besuchen von konzerten, gegen das abdrücken eines barbetrages und des letzten busses wegen: wieder heimfahren. und morgen weiter im trott des immergleichen. lasst uns dagegen an freiräumen bauen, die schließlich irgendwann einfach zu räumen werden, in denen diskriminierung in jeder form schlicht nicht mehr vorhanden ist. somit versteht sich diese cd, auch als projekt, das sich mit rechten tendenzen in sachsen und anderswo auseinandersetzt, bekommt aber ganz bewusst nicht diesen anti-stempel. diskriminierung beginnt weit vorm rechten übergriff. es reicht nicht aus, eine weitere cd zum verteilen auf schulhöfen zu machen. "now that i am" will in gewachsene szenen eingebettete orte der kommunikation stärken, an denen ideen, wie wir unser leben gestalten wollen, verhandelt werden. deshalb soll die cd – neben der möglichkeit, diese im internet zu bestellen – genau dort präsent sein.
zuletzt: "now that i am" drücken wir kein label auf und wollen es nicht vereinnahmen. da es ein gemeinsames projekt zusammen mit den auf der cd und im booklet vertretenen künstlerinnen und gruppen ist, verstehen wir uns als herausgeber_innen und stehen hier nun neben anderen gruppen und meinungen. darauf kam es uns an.
das könnte die verkürzte klammer sein, die uns zu diesem cd-projekt trieb: jetzt da wir sind, wollen wir verdammt noch mal auch sein.
(jule, grex + fabian für die junge linke sachsen)

 

übersetzung in englisch:



now that i am

the moment

a smile, the bass, scream and shout! - the moment is now!
tonight promises us the stars and sky, and tomorrow this will all be over. we're here for this moment, lost and found in the haze, in the flash of the colored lights, in the light of the new morning. we say hello to strangers with a look, a smile. and test the sweet disintegration of this situation: to be together now and here, where we usually keep ourselves apart, disrupting our trained perspectives. and knowing that tomorrow we'll wake up to a day of control and discipline, where we don't recognize ourselves any more.
what remains of this experience, wenn sich glueck jedes wochenende aufs neue synthetisch konsumieren laesst? what pushes us into the openness of weightlessness, into the shoreless flow of the beats? what, who are we trying to collectively experience in this limitlessness and exhaustion – you, me us?
between the sweaty bodies, the flipped gymnastics of our synapses and how we look at our selves dancing. there lies the answer. and its unfulfillable promise: the desire to let go of that supposed, other, life of ours. and still, we'd like to look behind the facade and understand what keeps us on our path. as unstable and fleeting as this moment seems, we can also decide now to do everything completely differently and to take what we see between two beats, two blinks, to our daily lives.
here we're not the lambs in of consumption and entertainment we thought we were. here we alone are our future, rhythm, subversion and change. we've made a space and set the beat against that which chokes and dominates us. against surveillance and the selling out of our lives. against the exploitation of our fantasies. against consolidation and discrimination. it's impossible to be completely free of this. and yet: the tangible promise of freedom in the split second. we look for each and every one in the expanse of this single moment: now that i am.




reclaim your terrain!

the phenomenon of space

there's space there for a dream! out of the cellar, that niche is too small for us!
as important as it was [and is] for us. we need more than an workspace or a cozy nest, an ivory tower or a small space station for our research. in the shrinking cities and the orphaned countrysides our ideas grow, tender and inconspicuous, then colorful and strong. and then the idea: making a space for evolution, transformation, break-ups and breakouts. a small, large step: this crossroad, this place, this city center also belongs to us: take out the speakers, let's see how long it last, and when it's over, we'll keep on going somewhere else.
this temporary and open adoption is important, but it won't last without a set space. space won't be made for our idea of party and culture in the next MCdisco or in the house party around the corner because we won't be deciding who's booked, how it's advertised, and how the whole event is organized. – so starting now, we're our own club!
we'll disassemble hierarchies and run the show ourselves! this space is for the refuse of a crumbling, rich society who we'd allow in, if we dropped our demands for the emancipative, the radical. our ambitions go far beyond a "space free from discrimination". in this spirit: spaces not niches!





this beat is antinational

the open border

that's what good about raves: the square foot that we're dancing on is no place for sexism, nationalism, racism! there, where we celebrate, the groove doesn't care where you're from, how you look, how you move.
pop isn't bound to a nation: we don't want german techno, a german quota, no racy beats from the right, we are not young, dynamic and german. we aren't the cool kids, we wear no uniform.
what we offer up instead: open and permeable spaces: for attempts to show how a moment could look, for those [who value life for living. because this moment lies in the future and not in the past. here and today there are enough people dancing right across from me who i don't think are cool, and still we call for tolerance. not just for ourselves, but also for those that can so easily fit into our image of the enemy. sure, whoever gets aggressive, e.g. openly displaying racist views or nazi symbols, is out. because our scenes are protected spaces for experiments for a better tomorrow. today, here and now this has to be challenged! but we define not confine: we don't all have to drink out of the same glass!





hello feminist!

fe/male freshness

posers spin the straw of their credibility into gold. always and evermore. it doesn't just annoy the girls, but also the boys. they're not interested in background dancers in sexy poses and female djs with their tops off. and, anyway, this discussion has been over for ages, what's left to talk about: women can do everything as well as men. you'll still hear this when a hit produced by a woman is played. or when a woman is successful, and it isn't reduced to her gender. but still, women are by far less often on stage, on the decks, and barely seen running the sound engineering. sexist attitudes are still commonplace in left and self-proclaimed alternative scenes. and the vision of the dissolution of gender roles remains in the distant future.
dj-workshops for girls, parties by and for women, female networks – these are all important and necessary. but if we all still see the wide future as the domain of the boys, then nothing will change. space is immeasurable and in this in pop missile there's room for all in the first row. yes means yes! so: look closely and find women with their own ideas, unlocking new spaces. and also: women who play in bands, book shows, dj, as well as women who produce, perform.
it doesn't take a self-awareness meeting for men to figure this out, nor role playing. boys, back up a little and let everyone play. and then we sing together: "whatever you did for one of the least of these sisters of mine, you did for me". or: pop is just not manly.






enlight your brain

the "toxic" drug

the need for intoxication is part of our lives, even if we see this provocation differently than our parents' generation, making themselves comfortable with their after-work drink [and still don't have a grip on their drug consumption].
we've taken on the business of learning how to handle drugs, intoxication and risk, even when obstacles keep being set in the path: the taboo to even speak about drugs, the ban and the marginalization of many mind-altering substances, legal repression and the resulting unsustainable, unclean, paranoid settings for consumption and intoxication. the ignorance of the quality of the substance because pill testing [the ability to test the concentration and content] is politically undesirable, means that it becomes impossible to rationally choose the dosage level.
currently, the regulated distribution of all substances, and thereby the normalization of exposure, is a distant prospect. our rights and our self-determination are being ignored and the risks to our health taken in stride. most importantly: exchange, discussion, dialogue on the meaning of drug culture is so widely prohibited that development becomes impossible.
as long as that's true, then our only choice is to learn as much as we can about mind-altering substances, their effects, risks and how to avoid these risks. we broaden our ability to experience, to question, to become aware, to enjoy and to see ourselves as mature users in this world. the current repressive and contemptuous drug politics poisons usage as a means to illuminate change. it poisons a reasonable, responsible, and risk-aware approach to drugs. it is this drug poison which must be abolished.





why bezugsgruppe?

peer group was the word at the protest against the G-8 in summer 2007, and thousands of people ran through the fields around heiligendamm, and acted as members of groups that has been coordinated uncoordinatedly aimed at showing a world without exploitation, discrimination and exclusion.
but why was this term on a sign at a party?
the idea was to import this term to the party scene. it brings the general reference to flipping out to a real, tangible level: that only works with the right people. with people you don't trust, you wouldn't have a good trip, or change the world. simple as that.
of course, we have to still ask: where and how can i choose a bezugsgruppe. what if this group is strong in theory but bad in praxis?





homo-elektrik-text

being discriminated against, followed, even physically attacked because of sexuality or gender is still a problem, even in the party scene. csd, rainbow pride and internet chats can't be the only answer. homo elektrik, an open party format from leipzig asks this question of sex, gender and politics differently: how do we break apart the closets in our head, and at the same time maximize our fun on the dance floor? the concept: minimal-electronic dance music plus sometimes catchy, sometimes subversive themes nicely packaged as a party. you could also put these relationships in question at a party – how does that work?

one rocket, please …

homo elektrik is homo elektrik is more than a party concept is more than a group of friends with hedonistic attitudes is more than quasi-scientific fun research is always different. the homebase is leipzig, homo elektrik can be found a few times a year here, but the net is designed to reach all corners. whether in leipzig, bremen or rostock, in poland or spain, homo elektrik roams restlessly from place to place, from club to meadow to warehouse, leaving behind spores, infected spaces and getting reinfected again. outfitted with a sound system, lights, decoration, energy and a travelling bar it's ready for anything. growing in the space, permeating the fundamentals of identities, without getting trapped. homo elektrik is allergic to hierarchies of all kinds: a guest is a dj works the door is a light engineer is the bartender does the layout does the booking. homo elektrik is open to connections, and from the party contexts spins out into projects and networks with the same approach. homo elektrik is a non-commercial project, so those sprawling entrance fees and drink prices are nipped in the bud.
elf-exploitation will be reimbursed with endorphins plus solidarity. the love of electronic dance music a la lipsi tech, of hedonistic throngs, of political-artistic work is the payment for those who help us set up camp. the party is a space for diversity, in which rigid and normative categories become permeable, a place where the dancing bodies are no longer defined by gender or sexuality. instead this is the place for a pulsating, smiling, infectious in-between. identities rotate in the boom-boom-boom of the speakers, get reinvented, questioned – they are at risk anyway. propelled by queer-feminism growth hormones, and freedom-loving helper cells. homo elektrik says YES to self-aware trade, and NO to unleashed individualism, YES to sex under bridges and NO to sexist propositions, YES to floundering until get-no and NO to negligent ego trips.
the 4/4 beat our platform when we demand: "NO-go-dancers, go go go! we dance out normality!" the beat gives you the foothold, the reference group is there, the view is wide, welcome to now.

(homo elektrik)






now that i am an artist


das lot und das quer: build different spaces in their two new sound pieces. katja a. pohl and andrea kilches wander between word, abstraction and sound. 1000 tak to the noise booster cormute and the speakers markus, sven, bettina, nancy, carsten, jochen, johanna! the free floating band of "das lot und das quer" has crossed paths with the free radicals at the "radical/in/fusion" 2005. and hit the mark with the radio ballet "what the fuck is leckerkoerper?" 2006. the mission: to gauge the boundaries between the individual and the mass – and they take all responsibility for it. warning! this product may contain traces of utopia!


sugar crash: actually, nothing more could go wrong. influenced by manowar and technotronic franzi [vocals + guitar], luise [bass] and kalli [drums] sock us with "cynical-resigned lyrics" in their "hectic-aggressive playing style" [lexicon: punk rock] . so nice on the ears, we had to put a whole sugarcrash medley on this cd. "after a minute it'd get boring. anyway, trash slash punk is stressful". then play it all again, we need the noise.


tempomat: alias florian brinsa is 24, from leipzig and has been solo producing one piece after the other for the last four years. he's tried out 1000 things already, but has yet to perform live as tempomat, ist um einen live-auftritt als tempomat bis jetzt aber immer herumgekommen. this can't keep going on, florian! writing and singing in german since the german-pop discussion is no longer an option. his songs are in english, backed by keyboard, piano and synthesizers our best choice.


schwester klemm: has been shouting "right on! right on! right on!" towards the dj on the floor, but does not admit it. after spending many musical years in dark basements, she no longer avoids the daylight, thanks to big sunglasses and mod scarves. as a dj, she works through the haze of sunday after hours. then the public calls out "giu! giu!" in an expression of rapture. but schwester klemm stays cool and plays the hottest shit. as if there were no morning.


heimwehhotel: celebrated electro-acoustic queer electrolovepop, to be taken by everyone afraid of far travels and homesickness. after a first, happy appearance at ladyfest in leipzig 2002 [then still with n. von brockdorff], heimwehhotel is now a one-woman-show. the lassie singers are here for their life experience, doc schoko for his sadness and the consistent use of a 4-track recorder, ESG for her dry disco sounds and pertinent lyrics and many, many more welcome guests. english spoken there!


acid.milch&honig: imagine this: he's in the kitchen, evenings, after spending the morning at his unpaid internship or watching the cars run over hamsters. maybe he was also at the smelly playground, or in the disco. in any case, something was happening, it has to be let out, parsed, to tell friends "see, it's not only happening to you". and so everything ends up in the saucepan, but it's not a regular saucepan, rather a digital dance sampler with four audio outputs. that's acid.milch&honig.


kassem mosse: known for his dry livesets without laptops or pcs. closely connected with the grooving analogon "machine" and not bound to the zeitgeist. "too slow for techno, too dry for house" [francis hunger] has influenced the musical profile of homo elektrik with its coarse sound. now on the mikrodisko label for expanding the definition of dancy.


benet: dug up his neighbor's garden for his first record player and got his d.i.y. techno seeds in radebeul and dresden. travelling with his deep voodoo-detroit-records since the mid-nineties, he's been found at his own free parties, base 1, grooveclub, at the love parade (but not for too long), and later in residence at distillery. the time was ripe for his first publication with rummelbande on this compilaltion.


cfm: out and about as a dj with her cd case since 1998, she puts together diverse styles of electronic music with downtempo, drum&bass and pop. one of the founders of propellas, repertoire-mag.net and "elekronischer sonntag" in leipzig's living room club ilses erika – playing fields for the meeting of bleeps and klongs. she's now dubbing the dance theatre "zeitsprünge" [ballet of the leipzig opera] and working on a deconstructed "Internationale", composed of different, shredded national anthems as well.


rhône: in a relationship (but an open one) with a computer for at least 5 years. otherwise, he balances on many balls as band singer, photographer, graffiti artist, model and recently producer of his own record [pelicans over pokai bay]. beyond breakcore, he also creates fonts and logos, flyers and layouts for clubs and projects, like conne island, i can't relax in deutschland or gieszer16. rhône takes on form and design with growing professional intentions, but still has time to dress up this cd.


cormute: actually comes from a techno bunker in the southern countryside by leipzig. these days he's delving into heavy-duty tracts for frequenz-salat-producing and creates his track. the ingredients: 3 basking layers, a handful of aged bass [in 4/4 time], 100g lightly trancy high-hats, a dash of monotones and a shot of mp3 punch, let everything stew and soak into your ears: and now the delicious cormute mash is finished. in the kitchen, parties or this piece on the cd: it tastes good to all of us.


boys'r'us: after a biographically-necessary experimental phase, he now produces the tracks that have been missing from his sets. morse code master as a kid, he experiments as mister 100,000 volt with dits and loops and fresh radiowaves. resident dj for homo elektrik, he catches the early bird ravers. boys'r'us' deeper mikrotekno is now on the new record from the leipzig label mikrodisko. hit me from behind!


voices: has always fluctuated between melodic landscapes and beats. part of the dresden dj-team scepa ["music is more than sound!"], she's been djing for years and has now decided to produce her own pieces, to expand her expressive potential. between reduced techno, slow melodies and minimal vocals, she's found a path we can take with her: listen to a feminine touch in the electronic world of music!


dia_shit: in charge of always-fresh looks. on the road, graphically, for a while, he works with projectors, stencils and fluid rubber, conquers found spaces and takes on a social-curator responsibilities. in order to compile this cd he has even brought himself to make use of myspace.


lolo de paris: in charge of old-school disco with touchy stromrauschen, analogue fader and jack! space must be cleared for his performances. behind and in front of the console, vocally interlude and memories of the good, old eighties and also raw fine tuned gems from the manic world of italo disco, mixed in the old warehouse of the digital postmodernism.
www.zyklorenz.com / HYPERLINK "http://www.erkrankung.net/" \n _blankwww.erkrankung.net


demian says: "too much future makes you daft", so he's a perfect fit for "now that i am"! with this motto, demian stands with his audiophile salad in the midst of the ruins of the techno underground of yesterday.
as dj and producer, demain adds sound to silent films, drug scouts videos and commissioned tracks. he performs live-sets that define, in the best sense, what techno house is: analogue thinking! denkedenke rec.


sequenzsiaz feat. dolores synthetic: love music, hate fascism! these two artists are part of the young enthusiastic attractive hedonists from karl-marx-stadt [yeah!]. until now, both artsists have done their own thing – analogue and digital influenced from singer-songwriters to digital hardcore. for the first time here, they've gotten together: an empty garage was available and if you ask them today, they'll tell you: "yeah, we did it all ourselves!"


the most thanks to the artists and all who helped out: this is your cd!






buckle up! we're heading out!


on location and reponsible for low-risk intoxication: the drug scouts. online and on location in the party scene, they explain how to consume legal and illegalized substances. this would be much easier if drug policies were fundamentally different. how to competently consume intoxicants and drugs at parties, now explained by katrin

why are your drugs better than mine?

"actually, maybe they aren't?! we think it's irrelevant to call one drug better than another one, just because someone prefers it. anyone can decide what is 'better' for the experience they want to have. however, 'better' can also refer to the quality of the substance and there can be a big difference, especially in illegalized substances. so this means: if i buy drugs from a trusted source, learn about the substance before taking it – e.g. online, from the dealer or other users – and if i let the drugs get tested if possible and can be more sure that 'what should be in it, is in it', then i can safely say 'my drug is better than ours!'"

you say that people must be able to learn about the ingredients so that they can determine their consumption for themselves. but are is there a limit?

"sure – the limit is mostly the vast amount of information. currently the internet is full of rumors and lies, or very one-sided information. learning about desired and undesired effects and safer usage rules is important, but not enough. being able to determine your consumption is only possible when people know exactly what they are consuming. users need to have the possibility to test the ingredients in the substance. only then can they really decide whether, and if so how much, they want to consume."

your work is based mostly on information booths at parties. what do these look like?

"we always have: an information booth with flyers about substances (info on their effect, safer use, mixing drugs) and general information about police control, safer snorting and safer use materials like condoms, earplugs, sniff tubes. also, we always have fresh water and fruit and of course competent and friendly advice for [drug] emergencies. we blend ourselves into the party: that means we look for a calm area and bring pillows and decoration. we don't run after people and we don't want to impose our info on anyone. we have a flyer booth separate, to give everyone the chance to pick up a flyer without having to talk to anyone. sometimes we also have snacks and chai and we bring along djs. for the big festivals we have an extra chill-out tent with "psychedelic ambulance".

what do people think of your presence at parties?

"the reactions to our work ranges from friendly surprise to skepticism. as soon as it's clear that we're not at the party to demonize drug consumption and protect "the helpless youth" from taking drugs, then most people relax. some just take flyers of safer use materials, others want to have a conversation. we talk about the substances, safer use practices and our project. we've also had heated discussions about our approach. once in a while we help with advice, talking down. we have an open ear for your 'laberflash'. most party guests have given us positive feedback and are thankful that someone honestly cares for them and their concerns, without demanding that they stop having fun."

an ideal place for learning about and consuming substances: what would that look like?

"well, it can definitely look very different, depending on what's going to be consumed and how the individuals want to experience it. but there are a few conditions that need to be fulfilled: no fear of punishment; a location in which i can feel comfortable [pleasant people, music, decoration, no unwanted sexual advances]; information available that i can use, but don't need to; competent people to answer questions, test ingredients in substances and help if something goes wrong; safer use utensils that i can use; the possibility to take care of my needs like eating, drinking, dancing, a clean bathroom, calm, fresh air, heating, etc."

is that possible these days?

"yes, but most are only partially so, and those spaces are hard fought for, and last only for a short time. but most importantly it's important to change the approach of the existing society. an ideal is a society in which people can decide for themselves what they want to do or be, with no place for homophobia, racism, sexism and anti-semitism. but we've got a way to go."

www.drugscouts.de,
eutritzscher str. 9
04105 leipzig
drogentelefon: 0341 211 22 10,
tue and thu 2-6pm




i am dj. i am woman. or: i am woman. i am dj.

a few years ago i wrote an article about the leipzig female music network propellas for a small, no-longer existing leipzig scene magazine. it was an article with a lot of frustrated exclamations and exagerrated examples of men's reaction to musically-active women in the club scene. and it is one of the many texts on a tiresome theme: why are their so few female djs in the clubs?
the scenario back then: what happens when i, as a woman, step up to the turntable? will i be laughed at? will someone throw a beer bottle at me? or do i get a "take it off!"? or will my skills be observed extra because, as i said, i am a woman and don't hide it or accentuate it?
no bottles were thrown. barely any of my expectations were met. the catcalls were more along the lines of "dj, give it all!" or simply "vorwärts!". male colleagues approached me as well as women, although they were often shyer: "i've never dj-ed with a woman before. wow! you're good at this." or "i think women are much better djs." - gender bias? in any case, it's more pleasant than hearing, as other djs have, "those are your boyfriend's records, right?", "can i carry your record bag to the taxi, it's too heavy for you!" or: "she's just dj-ing because she looks good. it's exotic". such exclamations also come from women! there are stereotyped views: e.g. in the form of positive (self) discrimination and they are comfortable, sitting stubbornly in the back of our minds and available for easy retrieval.
it's time for normalization, where women equally and naturally work in clubs, whether as a dj, producer or engineer. women don't want to just be at the coat check, bathroom or behind the bar. therefore: that call for more support for women in the music scene still stands. it's the responsibility of everyone to work for equal chances, that don't need to be renegotiated. we, in our urban, "enlightened" scene, are able to enjoy emancipated comforts in our ivory tour, but it doesn't mean that we can relax. we have to keep in perspective that not everyone has profited: the big and mainstream clubs don't look like this: if women are on stage at all, it's usually for their "physical attraction" or in the most glaring cases, topless. one of many aspects where it's clear that there's still a lot of work to do!
but importantly: there are women that have done the pioneering work. demands for equal pay or "don't touch me" statements are included here. many dj-ladies benefit from this, even because of the engagement of some top-dj's like the ones founded "female:pressure". its one hub for female artists - the global internet platform female:pressure - which supports female musicians.
if you want to know what woman is dj-ing what, where and when, you could plug these points into the www.femalepressure.net search engine and be surprised by the results: "hey, there actually is more than one dj here. and – she's released an album." all women who are listed in female:pressure are automatically put into a collective mailing list. the platform functions as a community, and there's exchange between members, especially for plugging their own performances, or new releases or dj sets. this supports not only the djs but friendships emerge over at female:pressure.
the differences among women also become clear at female:pressure. for example, in the discussion of self-identification: dj? dja? djane? djette? she-dj? female dj?
does there even need to be a different title? doesn't that just support the "exoticism" mentioned before? why should my role as a dj keep being something special? what counts is the love of music, and that's genderless.
but it's not all about music: a lot of my female colleagues are treated differently than their male colleagues. you are grouped together and paid differently. women often don't have any other choice but to get together under their common canopy: being a woman. and so the gender differences remain. but this happens not just from an external categorization, but the lack of a will to change. this cd is also important for this reason: since it brings all these aspects together in one tray. and because it pays attention to presenting regional acts. and, in effect, it was successful in digging up pieces produced by women from different parts of the region and to try to balance the gender ratio as much as possible. it doesn't always work, but it's a start. even if the number of women participating is balanced, the majority of the pieces on this album are from men.
but more is possible!
the goal of the discussion has to be annihilation of gendered duality, and that's accomplished by getting rid of the inherited gender roles: women are not men and men are not women, but people with individual abilities. my gender is music. what is yours?.

resom: comes from the female:pressure microcosm, was involved with the leipzig propellas and the club-friendly party caramba!records. her homebase is homo elektrik. these days this leipzig dj creates elektroid techno with darker beats and haunting [planes/surfaces/]. she also places minimal complexities, that despite their housy-pop allure still aren't seen in the charts – and makes a spooky roller coaster out of a ghost train. she wrote the above text for the booklet of the cd "now that i am", released in december 2007.







now that i am …

i want to be


parties grab the power, to monopolize the power. they are the gods that swallow identities and bequeath their own realities. everything becomes mush? no! a village inhabited by stubborn idealists doesn't stop breaking the path of charming resistance. but makes it's way without the weight of brute collectivity. a piece of a shared path for those who want to forge and create it.
politics is not limited to parties. the old ideas of freedom from slavery is not ours. because formalized equality is the end of emancipation.
let us be a platform for outgrowing that which keeps us small and coerces us into senseless and debasing tasks and work. to escape the bureaucracies and high-technologies that try to make you into an exposed nobody, and to look back at it and laugh. we want to strengthen you/her/him, to say yes: to a life that is the one you want – to break the bonds but also to take note of others. to say no to the annoying surroundings, that prescribes the clear path, subordination as a way of life, customs, gender norms...
this program is neither ingenious nor esoteric. still: there, where the lines blur, and preach neither armed war nor conformity, we don't stand alone.
this cd is an expression of this understanding of politics and culture. a cd project with and by artists and groups for whom culture is more than an demarcated field with smoothly functioning mechanisms. mechanisms, which classify and deny any deviation.
culture is a broad space for all possible things. culture, at the least, includes not only visiting concerts, for paying the cash fee and take the last bus: go back home. and the next day, the grind of the constant world. let us build a free space against this. one that will become a space in which discrimination of any kind simply doesn't exist. that's the understanding of this cd. and this project, that grapples with the right-wing tendencies in saxony and beyond but avoids the stamp of being simply "anti-". discrimination begins long before its defined as right-wing. it's not enough to create another cd to give out to high schoolers. "now that i am" wants to increase communication in grown scenes, to discuss those ideas of how we want to design our lives. that's why this cd can be found there [as well as online].
finally: "now that i am" – we don't want to expropriate it. since its a shared project with the artists and groups listed on the cd and in the booklet, we see ourselves as publishers and are here as peers among the other groups and opinions. it just came to us: we could shorten this to a parenthetical: now that we are, we damned well want to be.
( jule, grex + fabian for the young left saxony)




übersetzung in russisch:



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